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Heilpraktiker-Werbung: was du sagen darfst und wie Patienten dich trotzdem finden

Hier erfährst du, welche Sätze das Heilmittelwerbegesetz verbietet und wie du sie umschreibst. Und du erfährst, wie deine Praxis bei Google und ChatGPT gefunden wird.

06.07.2026 von Daniel Schoch
Letzte Aktualisierung: 10.10.2026
Ratgeber
Für Entscheider
SEO
Dienstleister Heilpraktiker
10 Min

Key Facts zu diesem Artikel

Kurz-Zusammenfassung

Heilpraktiker-Werbung ist erlaubt, solange sie beschreibt und nichts verspricht. Das Heilmittelwerbegesetz verbietet Heilversprechen, Werbung mit Krankheiten wie Krebs und irreführende Patientenstimmen. Gefunden wirst du über eine eigene Seite je Verfahren, ein vollständiges Profil bei Google, jameda und deinem Verband und über Bewertungen, um die du jeden Patienten bittest.

Was du hier lernst

  • Was bei Heilpraktiker-Werbung erlaubt ist und was als Heilversprechen gilt
  • Welche Stolpersteine das Heilmittelwerbegesetz für deine Website bereithält
  • Wie Patienten deine Praxis bei Google und ChatGPT finden

Wann ist das für dich relevant?

  • Du hast eine Heilpraxis oder gründest gerade eine.
  • Deine Website listet deine Verfahren nur auf, ohne sie zu erklären.
  • Du bist unsicher, was du über Wirkung und Krankheiten schreiben darfst.

Wie groß sind Aufwand und Nutzen?

  • Nutzen: Patienten in deiner Nähe finden deine Praxis, und du vermeidest teure Fehler im Werberecht.
  • Du bekommst 13 Prüffragen, mit denen du deine Website Seite für Seite durchgehst.
  • Du bekommst Beispielsätze, wie du ein Heilversprechen umschreibst.
  • Dauer: Nach unserer Erfahrung wirkt SEO nach sechs bis neun Monaten spürbar. Aufräumen geht an einem Nachmittag.

Dürfen Heilpraktiker Werbung machen?

Ja. Sobald du für eine Behandlung wirbst, die Beschwerden erkennen, lindern oder heilen soll, gilt das Heilmittelwerbegesetz (HWG). Auch deine Website ist dann Werbung. Erlaubt ist alles, was sachlich informiert:

  • wer du bist, welche Erlaubnis und Ausbildung du hast
  • welche Verfahren du anbietest und wie eine Sitzung abläuft
  • was eine Sitzung kostet und wie lange sie dauert
  • dein Eintrag bei Google Maps, in Portalen und bei deinem Berufsverband

Ein Verstoß ist teuer. Meist kommt zuerst eine Abmahnung, etwa von einem Wettbewerbsverband. Ein Heilversprechen lesen eben nicht nur Patienten.

Was gilt als Heilversprechen?

Jeder Satz, der einer Behandlung eine sichere Wirkung zuschreibt. Und jeder Satz, der einen Erfolg verspricht. Beides verbietet § 3 HWG.

Wer mit einer Wirkung wirbt, muss sie im Streitfall wissenschaftlich belegen können. So hat es das Oberlandesgericht Köln 2025 festgehalten. Bei Verfahren, deren Wirkung umstritten ist, hilft deshalb nur eins: Beschreib, was in der Sitzung passiert, und lass die Wirkung weg.

So sieht das im Text aus:

So nicht So geht es
„Endlich schmerzfrei mit Akupunktur“ „In einer Akupunktur-Sitzung setze ich feine Nadeln an festgelegten Punkten. Eine Sitzung dauert 45 Minuten.“
„Osteopathie hilft sicher bei Rückenschmerzen“ „Bei der ersten Sitzung frage ich nach deinen Beschwerden und untersuche dich mit den Händen. Bei Warnzeichen schicke ich dich zum Arzt.“
„Unsere Patienten sind nach drei Sitzungen beschwerdefrei“ „Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, besprechen wir nach dem ersten Termin.“
Ein Satz über deine Behandlung wird umgeschrieben, wenn er eine Wirkung verspricht; beschreibt er nur, bleibt er, solange er keine Krankheit aus der Liste im Anhang des HWG nennt. Beispiel: „hilft sicher“ oder „endlich schmerzfrei“. Rot markierte Frage: Verspricht der Satz eine Wirkung? Ja: umschreiben, beschreib, was in einer Sitzung passiert (§ 3 HWG). Nein: bleibt stehen (§ 12 Abs. 2 HWG). Ziel: ein Text, der beschreibt statt verspricht.
Ein Satz über deine Behandlung wird umgeschrieben, wenn er eine Wirkung verspricht; beschreibt er nur, bleibt er, solange er keine Krankheit aus der Liste im Anhang des HWG nennt.

Schreib immer dazu, wann du an einen Arzt verweist. ChatGPT macht es genauso: In unserer Stichprobe vom Oktober 2026 riet es bei allen sechs Fragen nach Heilpraktikern zur ärztlichen Abklärung oder wies auf approbierte Psychotherapie hin.

Heilmittelwerbegesetz für Heilpraktiker: die Stolpersteine

Neben dem Heilversprechen gibt es acht weitere Stolpersteine. Die Tabelle sagt, was gilt und was du auf deiner Website änderst. Für deine Werbung stehst du selbst gerade, auch wenn eine Agentur die Texte schreibt.

Tabelle seitlich wischen →

Stolperstein Was gilt und was es für deine Website heißt Fundstelle
Bestimmte Krankheiten Deine Werbung darf sich nicht auf Krankheiten aus der Liste im Anhang des HWG beziehen: Krebs, Suchtkrankheiten außer der Nikotinsucht, meldepflichtige Infektionskrankheiten und Komplikationen in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Lass diese Krankheiten in Texten über deine Behandlungen ganz weg. § 12 Abs. 2 HWG mit Anlage A
Fallgeschichten und Patientenstimmen Fallgeschichten, Bilder von Krankheiten und Patientenstimmen sind verboten, wenn sie missbräuchlich, abstoßend oder irreführend sind. Fallgeschichten auch, wenn sie zu einer falschen Selbstdiagnose verleiten. Das gilt auch für Google-Bewertungen, die du auf deiner Website zeigst. Heb dort keine hervor, die eine Heilung nahelegt. § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, 5, 11 HWG
„Von Ärzten empfohlen“ Immer verboten, auch wenn die Empfehlung echt ist. Das gilt für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten. Streich solche Sätze. § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HWG
Vorher-nachher-Bilder Verboten bei Schönheitseingriffen ohne medizinische Notwendigkeit. Dazu zählt der Bundesgerichtshof seit 2025 auch Unterspritzungen, etwa mit Hyaluron. Bietest du so etwas an, gilt das Verbot auch für dich. § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 HWG
Titel, die nach Arzt klingen Nenn dich nicht Arzt oder Psychotherapeut, auch nicht in ähnlicher Form. Nenn deine Erlaubnis so, wie sie im Bescheid steht, etwa „Heilpraktikerin (Psychotherapie)“. § 132a StGB
§ 5 Abs. 2 Nr. 3 UWG
Was Ärzten vorbehalten ist Bestimmte übertragbare Krankheiten, darunter alle sexuell übertragbaren, darf nur ein Arzt behandeln. Biete nur an, was deine Erlaubnis abdeckt. § 24 IfSG
§§ 1 und 5 HeilprG
Echte Bewertungen Gefälschte Bewertungen zu bestellen ist immer verboten. Google verbietet zusätzlich jede Gegenleistung für eine Bewertung. UWG Anhang Nr. 23b, 23c
Google-Richtlinie
Impressum Name, Anschrift, E-Mail und ein zweiter schneller Kontaktweg, etwa Telefon. Dazu die Behörde, die deine Praxis beaufsichtigt. Welche das ist, sagt dir dein Gesundheitsamt. § 5 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 DDG

Das ist ein Überblick, keine Rechtsberatung. Heilpraktiker haben keine Kammer, die sie berät. Frag im Zweifel deinen Berufsverband oder einen Anwalt für Medizinrecht, bevor ein Text online geht.

Marketing für Heilpraktiker: Wie finden dich Patienten trotzdem?

Bei einem Malerbetrieb reicht vielen Kunden das Foto einer sauber gestrichenen Wand. Bei dir will der Patient vorher wissen, wer ihm gleich die Nadeln setzt. Google prüft das Gleiche: Bei Gesundheitsthemen achtet es laut eigener Aussage besonders auf Erfahrung und Vertrauen. Zeig deshalb auf einer eigenen Seite, wer du bist: Foto, Ausbildung mit Institut und Jahr, Erlaubnis, Mitgliedschaften. Was Google bei Gesundheit, Recht und Geld strenger prüft, steht im Beitrag über YMYL.

Patienten suchen online nach dir. So oft im Monat (Google Ads, Durchschnitt der letzten zwölf Monate, Stand 10/2026):

  • „heilpraktiker in meiner nähe“: rund 5.400
  • „heilpraktiker freiburg“: rund 480
  • „heilpraktiker lörrach“: rund 140

Eine Seite je Verfahren

Viele Praxen listen Akupunktur, Osteopathie und Pflanzenheilkunde untereinander unter „Leistungen“ auf. Wer nach einem Verfahren sucht, findet dann eine Zeile statt einer Antwort. In unserer Stichprobe (vier Suchen, je die ersten zehn Google-Treffer) standen 14 Websites von Heilpraktikern und Osteopathen. Die Praxen, die ChatGPT nannte und die dort vorn standen, hatten Verfahren und Ort im Seitentitel, in der Adresse oder auf einer eigenen Unterseite. Auf eine Seite je Verfahren gehört:

  • was in einer Sitzung passiert, Schritt für Schritt
  • für wen das Verfahren gedacht ist und wann du an einen Arzt verweist
  • wie lange eine Sitzung dauert und was sie kostet
  • wie viele Sitzungen üblich sind, ohne ein Ergebnis zu versprechen
Eine eigene Seite je Verfahren beantwortet die Fragen, die Patienten vor dem ersten Anruf haben; eine Sammelliste beantwortet keine. Links eine Liste unter „Leistungen“: Akupunktur, Osteopathie, Pflanzenheilkunde, dazu die Frage „Was passiert in einer Sitzung?“: eine Zeile statt einer Antwort. Rechts, rot markiert, eine Seite je Verfahren: Ablauf und Dauer, für wen gedacht, wann zum Arzt, Kosten, wie viele Sitzungen üblich sind.
Eine eigene Seite je Verfahren beantwortet die Fragen, die Patienten vor dem ersten Anruf haben; eine Sammelliste beantwortet keine.

Geh auf diesen Seiten nicht Beschwerde für Beschwerde durch und versprich keine Lösung. Beides rutscht schnell ins Heilversprechen, und bei Krankheiten aus der Liste im Anhang des HWG ist es verboten. Welche Seiten wir einer kleinen Praxis empfehlen, steht auf unserer Seite SEO und Webdesign für Heilpraktiker.

Dein Profil bei jameda, beim Verband und bei Google

Wir haben ChatGPT im Oktober 2026 nach Heilpraktikern in Freiburg, Lörrach und Emmendingen gefragt, jede Frage zweimal. Dabei fiel auf:

  • ChatGPT las in allen sechs Antworten jameda. In Emmendingen verlinkte es bei zwei Praxen nur deren jameda-Profil.
  • In Lörrach nannte es genau die Osteopathie-Praxen aus der Therapeutenliste des Berufsverbands und begründete die Wahl damit.
  • doctolib las es nie, obwohl das Portal bei Google weit oben stand.

Füll dein Portalprofil deshalb vollständig aus: Verfahren, Ausbildung, Kosten. Lass dich in die Therapeutenliste deines Berufsverbands eintragen, und nenn die Mitgliedschaft auf der Website. Bei Google zählt dein Unternehmensprofil, also dein Eintrag bei Google Maps. Pflege dort Verfahren, Sprechzeiten und Fotos, und halte Name, Adresse und Telefon genau so wie auf der Website. Wie die Suche nach Anbietern in der Nähe funktioniert, steht im Beitrag über Local SEO.

Heilpraktiker-Bewertungen: So bittest du Patienten richtig

Bitte jeden Patienten, auch die, von denen du kein Lob erwartest. Von selbst bewerten nach unserer Erfahrung vor allem die Unzufriedenen. So sieht eine Praxis schnell mittelmäßig aus, obwohl neun von zehn Patienten zufrieden waren. In unserer Stichprobe nannte ChatGPT in Freiburg die beiden Praxen mit den meisten Google-Bewertungen. In Lörrach und Emmendingen reichten schon 3 bis 18 Bewertungen, wenn das Portalprofil stimmte.

Die Regeln von Google

Google hat für Bewertungen eigene Regeln. Daraus folgt:

  • Bitte alle Patienten, am besten nach der letzten Sitzung einer Behandlung, per Nachricht oder E-Mail mit Link.
  • Biete nichts dafür an, keinen Rabatt und keine Gratis-Sitzung.
  • Gib keinen Text vor und dräng niemanden im Wartezimmer.
Wer alle Patienten fragt und ohne Behandlungsdetails antwortet, bekommt Bewertungen, die seiner Arbeit entsprechen. Ablauf auf einem Weg: nach der letzten Sitzung einer Behandlung; rot markiert: alle Patienten fragen, ohne Gegenleistung, per Nachricht oder E-Mail mit Link, nicht im Wartezimmer; Bewertung erscheint; auf jede Bewertung antworten, ohne ein Wort über die Behandlung; Bewertungen, die deiner Arbeit gerecht werden.
Wer alle Patienten fragt und ohne Behandlungsdetails antwortet, bekommt Bewertungen, die seiner Arbeit entsprechen.

So antwortest du

Antworte auf jede Bewertung, kurz und freundlich. Schreib nichts über Beschwerden, Behandlung oder Termine. Bestätige auch nicht, dass jemand bei dir war, selbst wenn er es selbst erzählt. Schon die Tatsache, dass jemand bei dir in Behandlung war, ist ein Gesundheitsdatum. Die Datenschutz-Grundverordnung schützt es besonders. Warum Bewertungen auch für KI-Assistenten zählen, steht im Beitrag über Branchenverzeichnisse und Bewertungen.

Heilpraktiker-Werbung: Wer übernimmt was?

Die Agentur kann fast alles übernehmen. Bewertungen und den Eintrag bei Google pflegst du selbst oder jemand aus deinem Team, nachdem wir es gezeigt haben. Die Freigabe bleibt bei dir.

Das macht die Agentur

  • eine Seite je Verfahren aufbauen und die Texte so schreiben, dass sie beschreiben statt versprechen
  • jede Seite vor deiner Freigabe auf die Stolpersteine prüfen
  • die Website technisch sauber halten und das Google-Unternehmensprofil einrichten
  • messen, bei welchen Suchen deine Praxis gefunden wird, auch in KI-Assistenten

Das machen wir, oder dein Team übernimmt es

  • alle Patienten um eine Bewertung bitten, ohne Gegenleistung
  • auf jede Bewertung antworten, ohne ein Wort über die Behandlung
  • Unternehmensprofil, jameda-Profil und Verbandseintrag aktuell halten

Das bleibt bei dir

  • Erlaubnis, Nachweise und Fortbildungen liefern
  • entscheiden, welche Verfahren auf die Website kommen
  • jeden Text freigeben, bevor er online geht

Kostenlose Checkliste zum Mitnehmen

13 Prüffragen für die Website deiner Heilpraxis

Geh die Fragen Seite für Seite durch. Jedes Nein ist eine Aufgabe. Die Fragen 1 bis 8 betreffen das Werberecht, die prüfst du selbst.

  • Steht auf keiner Seite ein Heilversprechen?
  • Behauptest du nur Wirkungen, die du belegen kannst?
  • Fehlen die Krankheiten aus der Liste im Anhang des HWG?
  • Legen Fallgeschichten, Fotos und Patientenstimmen keine Heilung nahe?
  • Steht nirgends „von Ärzten empfohlen“?
  • Steht deine Erlaubnis so da wie im Bescheid?
  • Deckt deine Erlaubnis jede angebotene Leistung ab?
  • Nennt das Impressum Telefon und Aufsichtsbehörde?
  • Hat jedes Verfahren eine eigene Seite?
  • Gibt es eine Seite über dich?
  • Sind jameda-Profil und Verbandseintrag vollständig?
  • Ist dein Google-Unternehmensprofil vollständig?
  • Werden alle Patienten um eine Bewertung gebeten?

Checkliste als PDF herunterladen

Wie lange dauert es, bis Patienten dich online finden?

Rechne bei SEO nach unserer Erfahrung mit sechs bis neun Monaten, bis du die Wirkung an deinen Anfragen merkst. Hast du gerade gegründet, rechne eher mit neun Monaten. Eine eingesessene Praxis mit Bewertungen ist oft nach sechs so weit.

Schneller geht das Aufräumen. Ein Heilversprechen ist an einem Nachmittag aus der Website gestrichen, ein jameda-Profil an einem Abend ausgefüllt. Ned lang schwätze: Fang mit dem Satz an, der am meisten verspricht. Wie lange SEO dauert und was SEO kostet, steht in zwei eigenen Beiträgen. Alle Beiträge zu Gesundheit, Recht und Steuern findest du unter SEO für sensible Branchen. Für Arztpraxen gibt es einen eigenen Beitrag über SEO für Ärzte.

Das Wichtigste zum Mitnehmen

Key Takeaways

  1. Heilpraktiker-Werbung ist erlaubt: Beschreib, was in einer Sitzung passiert, und versprich keine Wirkung.
  2. Lass Krankheiten aus der Liste im Anhang des HWG und jedes „von Ärzten empfohlen“ ganz weg.
  3. Gib jedem Verfahren eine eigene Seite und schreib dazu, wann du an einen Arzt verweist.
  4. Füll dein Profil bei jameda, beim Verband und bei Google vollständig aus.
  5. Bitte alle Patienten um eine Bewertung, und antworte ohne ein Wort über die Behandlung.

Häufige Fragen zur Heilpraktiker-Werbung

Was passiert, wenn ich gegen das Heilmittelwerbegesetz verstoße?

Meist kommt zuerst eine Abmahnung, etwa von einem Wettbewerbsverband. Andere Verstöße kosten ein Bußgeld bis 50.000 € (§ 15 HWG). Irreführende Werbung kann sogar mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft werden (§ 14 HWG).

Darf ich als Heilpraktiker für Sprechstunden per Video werben?

Vorsicht. Das HWG verbietet Werbung für eine Fernbehandlung, die nicht auf eigener Wahrnehmung am Patienten beruht (§ 9 HWG). Es gibt eine Ausnahme, aber sie ist für Ärzte geschrieben. Ob sie auch für Heilpraktiker gilt, ist offen. Die Frage liegt gerade beim Europäischen Gerichtshof (Stand Oktober 2026). Lass dich beraten, bevor du Online-Sprechstunden bewirbst.

Darf ich Ratgeber über Krankheiten auf meine Website stellen?

Ja, aber auch ein Ratgeber auf deiner Praxis-Website gilt als Werbung für deine Praxis. Es gelten dieselben Regeln: kein Heilversprechen, keine Krankheiten aus der Liste im Anhang des HWG. Mach erkennbar, dass der Ratgeber von deiner Praxis stammt, und beschreib Beschwerden nicht so ausführlich, dass jemand sich selbst diagnostiziert (§ 11 HWG).

Gelten die Regeln für Heilpraktiker-Werbung auch auf Instagram und Facebook?

Ja. Das HWG macht keine Ausnahme für soziale Medien. Es kommt nur darauf an, ob du für eine Behandlung wirbst. Ein Beitrag mit Heilversprechen oder Patientengeschichte ist dort genauso heikel wie auf der Website.

Darf ich Google-Bewertungen auf meiner Website zeigen?

Ja, wenn sie echt sind und du sie unverändert übernimmst. Zeig keine, die eine Heilung nahelegt, und heb keine einzelne Erfolgsgeschichte hervor.

Was mache ich mit einer unfairen Bewertung?

Antworte sachlich und ohne ein Wort über die Behandlung. Verstößt die Bewertung gegen Googles Richtlinien, etwa als Spam oder Beleidigung, kannst du sie in deinem Unternehmensprofil melden. Google entfernt Bewertungen nicht, nur weil sie negativ sind.

Empfiehlt ChatGPT auch Heilpraktiker?

Ja. In unserer Stichprobe nannte ChatGPT bei jeder Frage Praxen und stützte sich dabei vor allem auf jameda. Wie du von ChatGPT empfohlen wirst, steht im Beitrag SEO für ChatGPT.

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Stand: Oktober 2026

Vorschau der Heilpraktiker-Checkliste mit 13 Prüffragen zu Werbung und Website

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Die 13 Prüffragen als PDF, zum Ausdrucken und Abhaken, Seite für Seite.

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Daniel Schoch, SEO-Experte seit 2008

Autor

Daniel Schoch

Daniel Schoch ist Online-Marketing-Unternehmer aus Freiburg, SEO-Experte seit 2008 und einer der ersten GEO-Anbieter in Deutschland (seit 2023). Als Gründer und Geschäftsführer von Schoch & Friends hilft er Dienstleistern, über Google und KI-Suchen wie ChatGPT mehr qualifizierte Anfragen zu gewinnen.